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Uuuund: Action!

Wenn in den Sechzigern die Bowlingbahnen am Abend für Freizeitspieler schlossen, begann für die Ganoven New Yorks das wahre Spiel: Action Bowling!

Text: Robyn Schmidt

Iggy Russo bowlte um sein Leben. Der letzte Wurf des Spiels stand kurz bevor: Ein Spare, und er würde das Match gewinnen. Ein Wurf, den er normalerweise im Schlaf beherrschte. In jener Nacht irgendwann in den Sechzigern jedoch hatte er ein Problem: Egal ob er nun im zweiten Wurf alle Pins abräumen würde oder nicht – die „Avenue M“-Bowlingbahn würde er wohl nicht lebend verlassen.
Wie in jeder Nacht war auch diesmal die „Avenue M“ in Brooklyn voll bis unters Dach: Mafiosi, Geldhaie, Wettanbieter, Geschäftsleute und arme Schlucker von der Straße drängten sich im gedimmten Licht. Sie alle wollten eins: „Action“, wie sie es nannten, das große Geld mit Wetten auf nächtliche Bowling-Duelle machen.
Wenn die Familien abends ihre Schuhe am Counter zurückgegeben hatten, verwandelten sich die Bahnen in einen Treffpunkt für zwielichtige Gestalten und junge Bowler. Action Bowler wie Iggy Russo waren die geheimen Könige der Nacht im „Big Apple“ und die Bowlingbahnen ihr Reich. „Action“ ist in den USA überall dort, wo in kurzer Zeit viel Geld durch Glücksspiel zu holen ist. Und Bowlingbahnen waren im New York der 60er- und 70er-Jahre ein Hotspot des Glücksspiels. Während erwachsene Männer im Schnitt kaum 100 Euro pro Woche verdienten, erbowl­ten sich blasse Teenager mit Spitznamen wie „Freddy the Ox“, „Bernie Bananas“, „Psycho Dave“ oder „Bobby Pancakes“ Hunderte Dollar in einer Nacht. (…)

Das komplette Geschichte aus den Bowlinghallen New Yorksjetzt in der neuen Ausgabe von NoSports!