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„Kondition schlägt Klasse“

Manuel Charr saß in U-Haft, er wurde angeschossen und bekam zwei neue Hüftgelenke. Nun ist der 33-Jährige neuer WBA-Schwergewichtsweltmeister. Wie ist das möglich?

Interview: Tim Jürgens         Foto: Dirk Bruniecki

Manuel Charr, mögen Sie die Kino-Saga „Rocky“? Natürlich, aber das sind nur Filme. Hollywood-Fiktion. Für mich jedoch ist die Geschichte, die dort erzählt wird, das echte Leben. Realität!

Wie meinen Sie das? „Rocky“ ist die Story von einem, der nie aufgibt, an seinen Traum zu glauben. Ich habe es von der Straße in den Boxhimmel geschafft. Wie Rocky habe ich Scheißjobs gemacht, viele Krisen durchgestanden. Und jetzt bin ich dort, wo ich immer hinwollte. From the Street to the Stars. Das ist mein Lebensmotto.

Welcher „Rocky“-Satz versinnbildlicht Ihr Leben am meisten? „Es kommt im Leben nicht darauf an, wie viel du austeilst, sondern wie viel du einstecken kannst.“

Der härteste Niederschlag, den Ihnen das Schicksal bislang verpasst hat? Wo soll ich da anfangen? Bei meiner Geburt? Dem Verlust meines Vaters, als ich vier Jahre alt war? Der Emigration nach Deutschland, zu der es keine Alternative gab, wenn wir überleben wollten? Als ich im November 2017 zum WM-Kampf antrat, sagte ich nicht ohne Grund: „Das Leben hat mich 33 Jahre geschlagen. Jetzt schlage ich zurück.“

Das komplette Interview mit WBA-Champ Manuel Charr jetzt in der neuen Ausgabe von NoSports!