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Amore mio, Monza

Wenn im September der Große Preis von Italien im Autodromo Nazionale di Monza ausgefahren wird, ist die Formel 1 am Ort ihrer spektakulärsten Momente und größten Tragödien

Text: Philipp Köster

Seit 1922 wurde auf der Rennstrecke inmitten des Königlichen Parks der Kleinstadt Monza der Gran Premio d’Italia ausgetragen. Und seit 1950 die Formel 1 aus der Taufe gehoben wurde, machte der Automobilzirkus nur ein einziges Mal nicht südlich von Mailand Station. Ansonsten wurde stets Gas gegeben, denn der lombardische Kurs ist der schnellste der Formel 1. Rund 240 Stundenkilometer werden hier im Schnitt gefahren, Kimi Räikkönen hält seit 2005 den Geschwindigkeitsrekord mit 370,1 km/h, die schnellen Kurven werden von vielen Fahrern im Vollgas absolviert, zugleich fordern die Schikanen die Bremsen.
Immerhin jedoch ist Monza nicht mehr die Todesfalle früherer Tage. Alberto Ascari, Wolfgang Graf Berghe von Trips, Jochen Rindt und Ronnie Peterson: vier Namen, die für die dunkle Seite des Autodromo Nazionale di Monza stehen. Sie alle starben bei teils grausigen Unfällen, zu einer Zeit, als Todesfälle noch als nahezu notwendiges Übel angesehen wurden. Verantwortlich für die Tragödien wurden oft die Steilkurven aus Beton gemacht, die in der Frühzeit das Bild des Kurses in Monza prägten. Es waren jene Steilkurven, die in den frühen Jahren die Automobilfans begeisterten.

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