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„Heutige Turniere sind Wellnessveranstaltungen“

Kurz vor der Handball-EM 2018 diskutierten Christian Schwarzer, Europa­meister 2004, und Hendrik Pekeler, EM-Sieger 2016, für NoSports #8 die großen Herausforderungen beim Unternehmen Titelverteidigung, das nun gehörig schief ging

Interview: Tim Jürgens           Fotos: Maximilian Kamps

Christian Schwarzer, Hendrik Pekeler, die EM 2018 in Kroatien steht vor der Tür. Welchen Stellenwert hat das Turnier im Vergleich zur WM?
Schwarzer: Die Partien bei einer EM sind von Beginn an viel hochwertiger. Bei der WM gibt es in der Vorrunde auch Spiele, die braucht kein Mensch.

Wie meinen Sie das?
Schwarzer: Wenn wir ein Match 30:10 gewinnen, kommt doch keine Spannung auf. Als Handballer lebst du von Spielen, die eng sind, die einem alles abverlangen.
Pekeler: Ich muss sagen, dass ich nicht schlecht finde, in der WM-Vorrunde gegen Saudi-Arabien zu spielen und hoch zu gewinnen. Derartige Partien sind so eindeutig, dass sich wichtige Spieler auch mal eine Auszeit nehmen – und damit einen Tag mehr Regeneration haben. Denn die körperlichen Belastungen bei Turnieren sind enorm.

Die EM ist also das härtere Geschäft.
Pekeler: Definitiv. Jeder Gegner ist auf Augenhöhe, du kannst dich in keinem Spiel hängen lassen und musst ständig ans Limit gehen.
Schwarzer: Dabei sind die heutigen Turniere fast Wellnessveranstaltungen, verglichen mit dem Stress, den wir beim EM-Sieg 2004 hatten, als wir sieben Spiele in zehn Tagen machten. Heute sind die Offiziellen wenigstens so schlau, mehr Regenerationstage einzuplanen, etwa zwischen Halbfinale und Finale. Wir spielten damals Samstagabend um 19 Uhr das Halbfinale und das Finale am nächsten Tag um 16 Uhr.

Wird die EM 2018 eine Wellnessveranstaltung, Hendrik Pekeler?
Pekeler: (Lacht.)
Schwarzer: Streichen Sie „Wellnessveranstaltung“. Sagen wir: Die Turniere sind etwas menschlicher geworden.
Pekeler: „Blacky“ hat recht, wir haben einen Tag Pause zwischen Halbfinale und Finale. Aber es ist nach wie vor sehr intensiv. Das erkennt man allein daran, dass im Turnierverlauf die Spiele zunehmend von der Abwehr beherrscht werden. Nach hinten raus wird das Tempo immer geringer, weil die Teams einfach k. o. sind. Die Verantwortlichen sollten das erkennen.
Schwarzer: Aber die Einzigen, die an diesem Umstand etwas ändern können, „Peke“, seid ihr Spieler. Ihr müsst sagen: Wir machen das nicht mehr mit, der enge Spielplan geht auf Kosten unserer Gesundheit.

Die EM-Erfolge 2004 und 2016 wurden von deutschen Teams erzielt, die vor und während des Turniers von Verletzungssorgen gebeutelt wurden.
Schwarzer: Deswegen gibt es zum Glück die Regelung mit dem 21er- und dem 16er-Kader, damit im Extremfall – wie 2016 – noch Spieler nachnominiert werden können.
Pekeler: Als sich 2016 Christian Dissinger und Steffen Weinhold verletzten, hatten wir die Vorrunde zum Glück schon überstanden.

Auch Kapitän Uwe Gensheimer fehlte bei der EM. Haben diese Ausfälle eine Trotzreaktion im Team hervorgerufen, die den Titel erst möglich machte?
Pekeler: Keine Ahnung, ob wir dadurch noch mehr Gas gegeben haben. Klar ist, dass durch die Ausfälle andere Verantwortung übernommen und ausgefüllt haben.
Schwarzer: Als sich „Kretzsche“ (Stefan Kretzschmar, d. Red.) und Markus Baur 2004 verletzten, war das ein herber Rückschlag. Aber wir haben es kompensieren können, weil plötzlich auch die Jungen, damals Pascal Hens oder Torsten Jansen, plötzlich Top-Leistungen abriefen. Verletzungen sorgen dafür, dass sich die anderen fragen: Wenn wir es nicht reißen, wer dann?
Pekeler: Denn jeder, der zur Nationalmannschaft geladen wird, hat die Fähigkeiten. Schließlich bringen wir alle Erfahrung aus einer Top-Liga mit.

Ist es schwer für junge Spieler, sich im Kreis des Nationalteams zu etablieren?
Schwarzer: Normalerweise nicht, aber es geht auch nicht nur um junge Spieler. Ich habe bei der Nationalmannschaft sehr viele kommen, aber viele auch wieder gehen sehen.

Warum kamen die nicht klar?
Schwarzer: Aus verschiedenen Gründe. Die einen haben sich zu viel Gedanken gemacht – andere wollten sich nicht in die Gemeinschaft einbringen. In einer Auswahlmannschaft muss man sich zurechtfinden können. Es sind längst nicht immer die besten Spieler, die ein Team bilden, sondern diejenigen, die am besten zueinander passen.

Und jemand, der sich nicht integriert?
Schwarzer: Der bekommt ein, zwei Chancen im Training und im Spiel – und wenn es dann nicht funktioniert, ist es das auch gewesen. Der Trainer merkt schnell, wenn es mit einem nicht funktioniert – und sollte er es wider Erwarten nicht mitkriegen, bekommt er Rückmeldung von der Mannschaft.
Pekeler: Manchmal liegt es nur am System. Ein Beispiel aus der Bundesliga: Marko Vujin wurde beim THW Kiel Torschützenkönig, weil Aron Pálmarsson ihn in Schussposition brachte. Im darauffolgenden Jahr ist Pálmarsson nach Veszprém gewechselt, und er hatte keinen Mittelmann, der ihn in Situationen gebracht hat, wo er werfen kann, und plötzlich sprachen alle darüber, er habe eine Krise.
Schwarzer: Oder es sind Leute, die einfach nicht damit klarkommen, in einer Mannschaft, in der sie nicht von vornherein gesetzt sind, ihre Leistung abzurufen. Auch zu meiner Zeit gab es einen Bundesliga-Torschützenkönig, der es im Nationalteam einfach nicht geschafft hat.

Mit welcher Einstellung startet ein Team in eine EM? Wird da von Anfang an das komplette Instrumentarium ausgepackt? Sowohl 2004 als auch 2016 startete die Mannschaft ­jeweils mit einer Niederlage.
Pekeler: … gegen Spanien, die vielleicht weltbeste Mannschaft. Sicher nicht, weil wir uns hängen gelassen haben. Wir wussten anfangs gar nicht, auf welchem Level wir uns befinden, und mussten erst mal schauen.
Schwarzer: Wenn ich aufs Feld laufe, will ich gewinnen. Bei einer EM lässt es garantiert keiner locker angehen. 2004 gingen wir als Favorit ins Turnier, weil wir vorher bei der EM und WM in zwei Finals in Folge gescheitert waren. Das war für uns ungewohnt. Wir wollten von Beginn an allen beweisen, dass wir auch Turniere gewinnen können.

Ist Handball eine Sportart, die nur mit 100 Prozent geht?
Schwarzer: Andernfalls wäre die Verletzungsgefahr viel zu groß. Wenn du im Kopf nicht voll da bist, verletzt du dich, weil du die Belastungen, die auf dem Spielfeld auf dich zukommen, nicht adäquat abfedern kannst.

Was ist die EM 2018 für ein Turnier? Schauen Sie, wo das Team unterm neuen Bundestrainer Christian Prokop steht, oder gehen Sie selbstbewusst das Projekt Titelverteidigung an?
Pekeler: 2016 ging es anfangs darum, die Hauptrunde zu erreichen. Nun haben wir eine Mannschaft, die seit Jahren gut zusammenspielt. Und viele Spieler, etwa Julius Kühn in Melsungen, die gerade eine Leistungsexplosion erleben. Da kann es nur ein Ziel geben: die Titelverteidigung.

Welche Faktoren bestimmen eigentlich die Hierarchie im Team?
Schwarzer: Leistung und ein bisschen das Alter.

So einfach?
Schwarzer: Ein Nationalteam ist eine Ansammlung von Häuptlingen. Damit so ein Team erfolgreich ist, muss der Trainer daraus einen neuen Stamm entwickeln. Einen, in dem es auch Indianer gibt, die aber nicht davor zurückschrecken, bei Bedarf auch mal lautstark die Meinung zu äußern. Das ist die große Kunst, denn der Terminplan lässt meist nur wenig Zeit, so ein Gebilde zu gestalten.

Das Nationalteam trifft sich erst gut zwei Wochen vor der EM zur Vorbereitung. Wann sortiert sich die Hierarchie im Team?
Pekeler: Ich glaube nicht, dass sich bei uns noch viel sortieren muss. Wir sind schon ein paar Jahre zusammen, und viele sind Mitte zwanzig, also in einem guten Alter. Wie weit die Mannschaft kommt, zeigt sich erst im Turnier. Denn je mehr knappe Spiele wir gewinnen, desto enger rückt das Team zusammen. Bei den Lehrgängen im Vorfeld der EM können wir uns letztlich nur sportlich vorbereiten. Der echte Glaube an den Titel entwickelt sich dann in Kroatien.
Schwarzer: Wie ausgeprägt der Teamspirit 2004 war, habe ich erst nach dem Turnier gemerkt. Da hat uns Heiner Brand vor den Olympischen Spielen zu einer vierwöchigen Vorbereitung nach Köln eingeladen – also in die deutsche Partystadt schlechthin. Heiner hat offenbar den Zusammenhalt gespürt, er hat gesehen, wie sehr wir uns mit der Sache beschäftigen, und uns vertraut, dass wir trotz der Verlockungen alles so machen, wie er es erwartet.

Und: Haben Sie sich dran gehalten?
Schwarzer: (Lacht.) Da ist einiges passiert, worüber wir uns bis heute sehr amüsieren können – auch mit Heiner.

Was war denn da so los?
Schwarzer: Wir hatten damals einen Mannschaftsabend, waren beim Italiener und später in einer Disco. Der Besitzer hatte vorab versprochen, dass nichts an die Öffentlichkeit kommt. Am nächsten Morgen aber komme ich runter zum Frühstück, der Bundestrainer blättert im Express, und ich sehe in riesigen Lettern auf dem Rücken der Zeitung die Überschrift: „Handball-Nationalteam feiert die Olympia-Medaille vorab im Triple A“.

Das gab ein Donnerwetter.

Schwarzer: Im Gegenteil. Heiner hat sich kaum etwas anmerken lassen, außer totaler Ignoranz uns gegenüber. Und uns war schlagartig klar, dass wir nun im Training Vollgas geben müssen. Allerdings hat es auch ein bisschen gedauert, bis unser gegenseitiges Vertrauen so ausgeprägt war.

Heiner Brand wurde 1997 Nationaltrainer.
Schwarzer: Als er uns übernahm, waren wir und er wie Himmel und Hölle. Heiner hat uns behandelt wie kleine Kinder. Er gab vor, dass wir jeden Abend um zehn im Bett zu liegen haben. Aber im Laufe der Zeit näherten wir uns immer stärker an. Auch das ist eine Kunst, die ein guter Trainer beherrscht: sich Gegebenheiten anzupassen und auch umdenken zu können.

Wie müssen wir uns die Zusammenarbeit des DHB-Teams mit Dagur Sigurdsson vorstellen, unter dem Sie vor zwei Jahren den Titel gewannen?
Pekeler: Das Gefühl, dass Dagur uns bevormundet, habe ich nie gehabt. Er gab uns von Beginn an sehr viele Freiheiten. Allerdings waren wir mit ihm auch nur drei Jahre zusammen, nicht zehn wie „Blacky“ und Heiner.

Wie entscheidend ist der Nationaltrainer für den Erfolg der Mannschaft?
Schwarzer: Er muss in der Lage sein, Spieler zu berufen und als Team zusammenzufügen, die auf dem Platz allein Entscheidungen treffen können. Denn im Spiel ist ein Coach nur sehr eingeschränkt handlungsfähig. Stellen Sie sich vor: Es steht 20:20, noch 17 Sekunden sind zu spielen. In dem Augenblick kann Markus Baur nicht zu Heiner rennen und fragen: „Kann ich einen Kempa spielen?“ Da fasst Markus sich nur an die Nase, und Dominik Klein weiß sofort Bescheid. So ein reibungsloser Umgang entwickelt sich aber erst über viele Einheiten.

Sind Time-out-Phasen eigentlich nur taktisches Mittel, oder nehmen Spieler da wirklich was mit?
Pekeler: Viele Trainer greifen inzwischen auf die Tafel zurück, weil ja nur wenige Sekunden Zeit sind, irgendetwas aufzunehmen. Eine Fehlstellung in der Abwehr oder eine taktische Variante lässt sich so deutlich besser erklären.

Das heißt, trotz des mordsmäßigen Lärms und der Hektik nimmt ein Spieler da noch etwas auf?
Pekeler: Ich für meinen Teil auf jeden Fall.
Schwarzer: Was ein Spieler mitnimmt, hängt auch mit der individuellen Auffassungsgabe zusammen. Ich bin sicher: Es gibt einige, die in so kurzen Ruhephasen überhaupt nichts kapieren. Weil sie es vom Intellekt nicht hinkriegen. Die starren zwar auf die Tafel, nehmen aber nichts auf. Auch das muss ein Trainer erkennen und konkret Spieler ansprechen, bei denen er weiß, dass sie es verstehen. Letztlich weiß der Gegner doch ohnehin alles über dich. Der weiß, wie „Peke“ sich bewegt und wie er den Ball in welcher Situation von Andy Schmid durch die Beine spielt. Der Unterschied zwischen guten und sehr guten Spielern ist, dass Letztere in entscheidenden Situationen Dinge machen, die keiner erwartet.

Wie trainiert ein Handballer die entscheidenden Momente einer K.-o.-Partie?
Pekeler: Gar nicht. So was lässt sich im Training nicht simulieren. Das geht nur über die Erfahrung.
Schwarzer: Es gab schon Trainer, die beim Training Boxen aufstellten, um den Lärm vorzutäuschen. Aber der Druck der entscheidenden Sekunden lässt sich nicht darstellen. Deswegen ist es so wichtig, möglichst viele Spiele zu machen, die in der Schlussminute unentschieden sind. Es gibt einem Team unheimliche Sicherheit, wenn es weiß: Wir haben gemeinsam schon 50 solcher Spiele in unsere Richtung gedreht.

Die Suche nach dem neuen Bundestrainer lief unglücklich ab. Markus Baur sah lange als sicherer Kandidat aus, am Ende wurde es Christian Prokop. Christian Schwarzer, Sie haben die ­öffentliche Suche kritisiert, weil Ihr ehemaliger Mitspieler Baur durch das Verfahren am Ende wie der Verlierer aussah. Wie kam die Trainersuche bei Ihnen an, Hendrik Pekeler?
Pekeler: Ich habe die Entscheidung auch nur aus den Medien mitbekommen. Wir haben Bob Hanning (Vizepräsident Leistungssport beim DHB, d. Red.) mitgeteilt, dass wir dieses Verfahren etwas unglücklich fanden, was er auch eingeräumt hat. Aber Bob ist ansonsten ein Glücksfall für den deutschen Handball, insofern kann man ihm das nachsehen. Und Christian Prokop ist eine gute Lösung.

Allerdings ist zu hören, dass die Mannschaft wesentlich mehr bei den Lehrgängen mit ihm trainieren muss als unter Vorgänger Sigurdsson.
Pekeler: Stimmt. Er macht sehr viel Videostudium, und wir trainieren hart. Ich weiß nicht, ob wir das bis zum Turnier so durchziehen können, weil wir die Fülle an Informationen kaum aufnehmen können und die Belastung in den Monaten vor der EM in der Liga besonders hoch ist.

Der Däne Joachim Boldsen sagte vor dem EM-Halbfinale 2004 gegen die DHB-Auswahl: „Ein paar deutsche Spieler hasse ich.“ Gibt es diese beinharten Rivalitäten zu bestimmten Nationen bis heute?
Schwarzer: Hass ist ein Wort, mit dem ich schwer umgehen kann – besonders im Sport. Aber natürlich gab es damals durch viele enge Spiele über die Jahre eine gewisse Antipathie zu den Dänen. Generell muss ich aber sagen, dass die Nordländer vom Temperament noch ganz angenehm sind.

Im Vergleich zu wem?
Schwarzer: Wesentlich unangenehmer habe ich die Spiele gegen Kroatien erlebt. In diesen Partien kam es auch vor, dass ein Mitspieler angespuckt wurde. Solche Dinge braucht man nicht. Aber zugegeben, letztlich hing diese besondere Brisanz auch damit zusammen, dass wir gegen die Kroaten damals einige entscheidende Spiele verloren haben – besonders die Finalniederlage bei Olympia schmerzt bis heute.
Pekeler: Ich bin noch nie angespuckt worden. Aber bei der WM sind wir schon zweimal gegen Katar ausgeschieden. Deswegen laufe ich gegen die immer mit sehr gemischten Gefühlen auf.

Was aber nichts mit dem Umgang auf dem Feld zu tun hat?
Pekeler: Nein, weil ich nicht begreife – und da bin ich längst nicht der Einzige –, wie es angehen kann, dass eine Nationalmannschaft ausschließlich aus Spielern besteht, die nicht aus dem Land kommen. So etwas gehört meines Erachtens verboten.

Es ist also nicht so, dass Sie als Kreisläufer unter der Gangart bestimmter Länderteams besonders leiden.
Pekeler: Am Kreis ist es generell sehr hart, da bekommt man sehr viel ab. Aber das ist der Job. Wehgetan haben mir persönlich oft die Spiele gegen Slowenien, aber ich will mich nicht beschweren, denn wir haben noch in keinem wichtigen Turnier, bei dem ich dabei war, gegen die verloren.

Hätten die Europameister von 2004 gegen das aktuelle Team, den amtierenden Titelträger, eine Chance?
Schwarzer: Schwer zu sagen. Wir haben damals die „Schnelle Mitte“ (Spielzug, der nach einem erfolgreichen Torwurf des Gegners durch einen schnell ausgeführten Anwurf auf den sofortigen eigenen Torerfolg abzielt) mitgeprägt, die sich inzwischen wieder zurückentwickelt, weil Teams dieses sehr beanspruchende System kaum über sieben, acht Turnierspiele durchhalten. Wenn wir damit auflaufen würden, würdet ihr vielleicht Probleme bekommen.
Pekeler: Unsere Chance wäre der siebte Feldspieler, den hat es zu eurer Zeit noch nicht gegeben.

Handball hat sich also in den letzten Jahren nicht so stark entwickelt, dass sich eindeutig sagen ließe, die Alten hätten gegen die Jungen keine Chance?
Pekeler: Das kann ich nicht beantworten. Im Gegensatz zum Fußball, wo fast jedes Match auf YouTube steht, findet sich dort nur sehr wenig aus „Blackys“ aktiver Zeit. Ich verfolge Handball erst seit 2005, sodass ich gar nicht sagen kann, was seine Mannschaft besonders ausgezeichnet hat und wie wir denen taktisch beikommen könnten.
Schwarzer: In der Tat gibt es kaum Material aus dieser Zeit. „Kretzsche“ hat sich gerade ein Highlight-Video zusammenschneiden lassen, damit er überhaupt auf YouTube präsent ist und ihn die Kids mal spielen sehen.

Sie sagen, eine EM ist die größte Herausforderung für ein Nationalteam. Ist der EM-Titel auch bedeutender als die Weltmeisterschaft?
Schwarzer: Das Fachpublikum weiß natürlich, dass eine EM durch die Leistungsdichte das sportlich höherwertigere Turnier ist, aber …
Pekeler: … Weltmeistertitel klingt einfach besser.

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