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Baum fällt!

Geschwungene Äxte, jaulende Motorsägen und kräftige Männer mit Schutzbrillen. Holzhacken ist einfach großer Sport

Text: Philipp Köster

Es muss um das Jahr 2000 herum gewesen sein, als der verdienstvolle Sender DSF eine Programmoffensive startete. Neben der japanischen Kamikaze-Show „Takeshi ’s Castle“, bei der Kandidaten von Schaumstoffknüppeln in brackige Tümpel bugsiert, wurden und etwas zweifelhaften Wettbewerben, bei denen vierschrötige Trucker mit hochroten Gesichtern und pulsierenden Halsschlagadern Lkw über österreichische Supermarktparkplätze zogen, hob die TV-Station auch amerikanische Holzfäller-Wettbewerbe auf den Bildschirm.
Das war für den hiesigen TV-Konsumenten zunächst ungewohnt. Der war schließlich noch von den 80er-Jahren geprägt, in denen in der „Sportschau“ sogar harmlose Seitenwagenrennen mit warnendem Unterton angekündigt wurden. Und nun wurden plötzlich Männer gezeigt, die mit riesigen Äxten entfesselt auf Baumstümpfe einhieben und mit Motorsägen Stämme in Scheiben zersägten, als handelte es sich um lieferfrische Mortadella. Das Ganze wurde zudem von entfesselten Kommentatoren begleitet, die schon beim ersten Aufjaulen der Kettensäge erregt aufstöhnten und bei jeder sacht he­runterfallenden Baumscheibe beglückt aufjuchzten. (…)

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