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On The Road

Quer durch Europa – ohne feste Route.Das Transcontinental Race ist eines der härtesten Radrennen der Welt 

Text: Anton Fahl

Ruhm und Preisgeld? Fehlanzeige. Das 2013 von Mike Hall ins Leben gerufene „Transcontinental Race“ hält nur eine einzige Belohnung parat: das Ziel. Jedem, der es erreicht, gebührt Bewunderung. Hall starb Anfang des Jahres bei einem ähnlichen Rennen in Australien, daher stand die diesjährige Auflage des „Transcontinental Race“ ganz im Zeichen des Gedenkens an den Gründer.
Am 28. Juli 2017 gingen in Geraardsbergen (Belgien) 283 Radfahrer an den Start, darunter 28 Frauen. (Bei den ersten vier Wettkämpfen zusammen waren es nur 34 gewesen.) Auf welcher Route die Teilnehmer das Ziel – die Metéora-Klöster im Herzen Griechenlands – erreichten, war ihnen selbst überlassen, solange sie die Checkpoints in Deutschland, Italien, der Slowakei und Rumänien passierten. Die Uhr läuft dabei ununterbrochen, weshalb die Fahrer all ihr Equipment mit sich tragen und möglichst wenig Zeit durch Schlafen oder Essen verlieren wollen. Viele favorisieren Schlafsack und Isomatte, anderer übernachten auch mal im Hotel.
Eine der großen Herausforderungen war in diesem Jahr neben der Hitzewelle „Lucifer“, die durch Südeuropa fegte, der Anstieg am Monte Grappa (Italien), um zum zweiten Checkpoint zu gelangen: Auf einer Strecke von 20 Kilometern ging es bei einer Steigung von acht bis elf Prozent 1550 Meter in die Höhe. Der 26-jährige Engländer James Mark Hayden erreichte das Ziel als erster Teilnehmer bereits am 6. August.

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