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„Mädchen, Partys, Alkohol“

Stephen Hendry ist der erfolgreichste Snookerspieler aller Zeiten. Er war berühmt für seinen offensiven Stil – und für sein undurchdringliches Pokerface. Das große Rückkampf-Interview

Interview: Uli Hesse

Stephen Hendry, Sie gewannen 1990 zum ersten Mal die WM, mit 21 Jahren. Obwohl die Spieler, wie Sie gerade erklärt haben, heute viel eher anfangen, sind Sie noch immer der jüngste Weltmeister aller Zeiten. Ist das nicht seltsam? Wenn man schon sehr früh anfängt, dann kann man auch früher das Interesse verlieren. Wer heute 21 ist, der hat vielleicht schon zwölf Jahre hartes Training hinter sich und ist dann empfänglich für all die Ablenkungen, die plötzlich kommen: Mädchen, Partys, Alkohol.

Wie viele Stunden haben Sie täglich trainiert? Fünf bis sechs. Als ich 16 war, habe ich sieben Tage die Woche gespielt. Was als Hobby begann, war zum Beruf geworden. Ein Job wie jeder andere.

Wie haben Sie trainiert, wenn Sie alleine waren? Haben Sie bestimmte Stöße geübt oder gegen sich selbst gespielt? Nein, ich habe nie einen bestimmten Stoß trainiert – und auch nie „Safetys“, Sicherheitsablagen. Ich habe die Roten verteilt und dann versucht, den Tisch abzuräumen. Manchmal habe ich es mir so hingelegt, dass ich mit einem langen Stoß anfangen musste, aber im Grunde ging es darum, ein möglichst hohes Break zu schaffen. Damit habe ich die Grundlagen gelegt. Später habe ich einen halben Tag alleine trainiert, einen halben Tag mit anderen Profis, um Spielpraxis zu bekommen. Aber ich war immer am besten, wenn ich vorher viel Solotraining gemacht hatte. (…)

Das komplette Rückkampf-Interview mit Snooker-Legende Stephen Hendry – jetzt in der neuen Ausgabe von NoSports#10!