NOS_7_Webseite_Bilder13

„Jeder Knochen knackt anders“

Egon Müller ist Deutschlands bester Speedwayfahrer aller Zeiten. Er trat als Popsänger in TV-Shows auf und legte nach seinen Rennen in Dorfdiskotheken Platten auf. NoSports traf Müller nun zum großen Karriereinterview

Egon Müller, Sie sollen in Ihrem Leben 69 Knochenbrüche erlitten haben. Den linken Fuß hatte ich elfmal, den rechten neunmal gebrochen. Letztes Jahr habe ich mir bei der Reparatur einer Kurbelwelle die Fingerkuppe abgebrochen. Ich habe mir die Hand notdürftig verbunden und bin mit dem Wagen ins Krankenhaus gerast. Immer bei Rot rüber, weil ich nicht wusste, ob ich gleich ohnmächtig werde.

Angeblich können Sie einen Knochen, der bricht, am Geräusch erkennen. Jeder Knochen knackt etwas anders. Das Schlüsselbein bricht schon, wenn du von der Karre runterfliegst und auf dem Boden landest. Das macht „Peng“, und noch beim Trudeln über die Bahn weißt du: „Scheiße, wieder die Schulter.“ Bricht dir aber der Fuß, sind nicht nur die Schmerzen viel schlimmer, auch das Geräusch des Brechens ist dumpfer, weil der Knochen dicker ist.

Warum tut ein Mensch seinem Körper so etwas an? Das habe ich mich manchmal gefragt. Aber die schlimmste Verletzung meiner Karriere habe ich mir gar nicht auf der Bahn zugezogen.

Sondern? Als Fußgänger bin ich 1986 in Amsterdam von einem medizinischen Schnelltransporter überfahren worden. Der Trümmerbruch in der Kniescheibe hat mich fast acht Monate außer Gefecht gesetzt.

Das komplette Karriereinterview mit Egon Müllerjetzt in der neuen Ausgabe von NoSports!