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Kampf der Geschlechter

Im Sommer 1973 triumphierte Billie Jean King im Schaukampf gegen den ehemaligen Weltranglistenersten Bobby Riggs. Ein kleiner Sieg für die Tennis-Göttin, ein großer für die Frauenbewegung

Auch ein schlechter Ruf braucht eine sorgfältige Pflege. Dachte sich John McEnroe, als er bei der Präsentation seiner Autobiografie im Juni 2017 mal wieder einen raushaute. „Serena Williams ist die beste Spielerin der Geschichte“, sprach der ergraute Tennis-Rüpel, „aber auf der Männer-Tour wäre sie bestenfalls die Nummer 700.“
Klare Kante in Gender-Fragen ist im weißen Sport seit jeher ein todsicherer Schlagzeilen-Lieferant. McEnroe ist nicht der erste ehemalige Weltstar, der sich mit plumpen Geschlechter-Vergleichen zurück ins Blitzlichtgewitter katapultiert. Doch was in seinem Fall nur der schnöde Versuch ist, den Buchverkauf anzukurbeln, erhob ein schillernder Glücksritter namens Bobby Riggs 1973 zu einem der spektakulärsten Events, die die Sportwelt je erlebt hatte. Auf dem Höhepunkt der Frauenbewegung stilisierte sich der hornbebrillte Wimbledon-Sieger von 1939 als breitbeiniger Chauvi alter Schule: Frauen seien dem Mann unterlegen, einzig und allein geschaffen, ihm zu dienen und das Essen auf den Tisch zu stellen, keifte der drollige Ex-Profi. Das Großmaul aus Los Angeles war schon zu aktiven Zeiten ein leidenschaftlicher Zocker. Einer, der gern auf Lücke spielte und konditionelle Mängel mit allerlei Fisimatenten und Psychotricks kompensierte. Sein Spieltrieb ließ auch nicht nach, als er 1949 abdankte und ins Werbebusiness übersiedelte. „Ich spiele um große Beträge, ich spiele um kleine Beträge“, so sein Motto. „Wenn ich gar nicht spiele, kann ich im Bett bleiben.“ (…)

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