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Vom Bordstein zur Skyline

Früher prügelte sich Erkan Sulcani auf Berliner Straßen. Heute nennt er sich Cash Money Erkan und träumt von einer Wrestling-Karriere in den USA

Text: Andreas Bock      Foto: Jens-Hendrik Kuiper

Zuerst dachte er, es sei nur der Schweiß. Er wischte sich über die Stirn und blickte auf seinen Handrücken. Dann wurde ihm schwindelig. Das Blut lief über sein Gesicht, und auf dem Boden bildete sich eine rote Pfütze. Ivan Kiev, die „Ukrainische Schlange“, hatte einen Ringpfosten aus der Verankerung gezogen und ihm ins Gesicht geschlagen. Es sah übel aus, einige Zuschauer wendeten sich ab, ein paar weinten sogar. Andere fragten sich, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Ist doch alles Fake, Entertainment, Show. Wrestling-Kämpfe, hatten sie gedacht, verlaufen nach einer ausgefeilten Choreografie. Aber das Blut, daran gab es keinen Zweifel, war echt. Erkan musste ins Krankenhaus, die Wunde wurde mit sechs Stichen genäht. Als der Arzt fragte, wie das um alles in der Welt passiert sei, sprach der Verletzte von einem Missgeschick beim Abbauen des Ringes. Dann sagte er: „Ich bin Pro-Wrestler. Mein Name ist Cash Money Erkan.“

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